Baggern für den Naturschutz
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00:00:05: Nächster Halt,
00:00:14: Kehl.
00:00:22: Hallo und herzlich willkommen zum Kehler Infocast!
00:00:24: Mein Name ist Sascha Noßol und ich fasse heute für euch die Lage in unserer Stadt zusammen.
00:00:28: Lasst uns direkt einsteigen.
00:00:33: Der Mesti hat in diesem Jahr rund onehundertfünfundvierzichttausend Besucherinnen und Besucher nach Kiel gelockt.
00:00:38: Damit waren es zwar weniger Gäste als im vergangenen Jahr, was am Donnerstag und Freitag sicherlich auch dem Wetter geschuldet war – trotzdem fällt das Fazit des Organisationsteams rund um die Kill Marketing insgesamt positiv aus.
00:00:50: Besonders das vielfältige Musikprogramm sei bei den BesucherInnen und Besuchern sehr gut angekommen!
00:00:55: Von Skar über Rock- und Letternmusik.
00:00:57: für jeden Geschmack war etwas dabei….
00:00:59: Bis auf kleinere Einsätze des Rettungsdienstes blieb das größte volksfeste Ortenau über die gesamten vier Tage überwiegend ruhig und friedlich.
00:01:09: Kaum waren die Stände, Fahrgeschäfte und Bühnen des Mesti abgebaut – hat in der Innenstadt bereits sein Großputz begonnen!
00:01:15: Wusstet ihr, dass die Pflastersteine in der Fußgängerzone teilweise gelb sind?
00:01:19: Nach und nach kommt jetzt nämlich wieder das sogenannte Kehler Gelb zum Vorschein….
00:01:23: Durch Schmutzablagerungen waren die Steinoberflächen mit der Zeit grau geworden... In den kommenden knapp zwei Wochen sollen abschnittsweise insgesamt etwa siebzehntausend Quadratmeter gereinigt werden.
00:01:33: Die Arbeiten laufen täglich von sechs bis zwanzig Uhr, der Wochenmarkt findet in dieser Zeit wie gewohnt statt!
00:01:41: Zwei Familien aus Afghanistan sind gestern in die Flüchtlingsunterkunft im Wohnquartier Schneefleeren eingezogen.
00:01:46: Beide Ehepaare haben jeweils zwei Kinder, die alle im Alter von einem bis zu vier Jahren sind.
00:01:51: Mehr über die Neuankömmlinge und den Betrieb der Unterkunft erfahrt ihr dieser Tage auf kill.de.
00:02:00: Im Sundheimer Grund wird derzeit gebaggert und das mitten im Naturschutzgebiet.
00:02:04: Ein Schaufelbagger hebt große Mengen Erde aus, die anschließend mit dem Kipper zu großen Erthaufen aufgetürmt werden – all das geschieht in unmittelbarer Nähe zum Altrhein, wo selten gewordene Tierarten wie der Eisvogel zu Hause sind.
00:02:16: Was also passiert da gerade im Sundheimer Gründ?
00:02:18: Dort haben die Arbeiten zu einem Renaturierungsprojekt begonnen!
00:02:22: Eine rund sechzig A-Große ehemalige Ackerfläche soll zu einer artenreichen Feuchtwiese umgestaltet baggern für den Artenschutz und die Biodiversität.
00:02:31: Das Vorhaben ist ein Projekt des Regierungspräsidiums Freiburg.
00:02:34: Ziel ist es, die Ackerfläche in einen Zustand zurückzuversetzen – der an den Urzustand also noch vor der Reinbegradigung erinnert!
00:02:41: Das Regierungspresidium rechnet mit einem Entwicklungszeitraum von bis zu fünf Jahren.
00:02:46: Dann soll es auf der Fläche allein bis zu vierzig verschiedene Pflanzenarten geben.
00:02:50: Diese dienen Insekten wie Schmetterlingen oder Wildbienen als Nahrungsquellen.
00:02:54: Die Insekte locken wiederum Vögel- und Fledermäuse an….
00:02:57: Ihr merkt, daraus entsteht eine regelrechte Nahrungskette die letztlich dazu führt dass es seine größere Vielfalt an Tier- und Insektenarten im Sundheimer Grund gibt.
00:03:05: Wie genau dieser Urzustand aussehen soll und was auf der Fläche alles gemacht wird, darüber sprechen wir mit dem Umweltbeauftragten.
00:03:35: Durch Hoch- und Niedrigwasser im Wechsel und verschiedene Strömungsgeschwindigkeiten wird an einer Stelle zum Beispiel Ufer abgetragen, eine andere Stelle wieder abgelagert.
00:03:45: Und dann entsteht einfach auf relativ kleinem Raum eine Struktur aus Hügeln, Täler, Tümpel, alte Erme, verlandete Erme von einem Gewässer und es schafft einfach besondere Strukturen für Pflanzen und Tiere.
00:03:58: Und so soll es hier wieder aussehen?
00:04:00: Ja, bis zu einem gewissen Grad.
00:04:01: Natürlich sind wir eingeschränkt was das Gewässer angeht.
00:04:04: da können wir nicht groß kreativ werden sag ich mal.
00:04:08: also es wird keine Hochwässer geben oder Niedrigwässern.
00:04:11: aber wir wollen zumindest ohne die direkte Wasserkomponenten den Relief herstellen Also die Struktur aus Tümpeln oder kleinen Senken aus kleinen Hügeln wo sich dann eben unterschiedliche Pflanzenarten ansiedeln, die zum Beispiel eher trockene Bedingungen auf den Hügelrücken dann suchen oder eher in feuchtere Bedingung in diesen Senken.
00:04:31: Welche
00:04:31: Arbeitsschritte sind dazu nötig?
00:04:33: Hauptsächlich wird dort der Bagger tätig sein.
00:04:35: Der wird an bestimmten Stellen Oberboden abtragen, das eher großflächig.
00:04:40: Dann werden da vielleicht noch kleinere Senken eingearbeitet und der Aushub- und Abtrag wird zu Hügeln aufgeschüttet.
00:04:48: Und zum Schluss wird dann noch mit regionalem Mähgut, also was man von regionalen Wiesen gewonnen hat.
00:04:54: Das wird übertragen.
00:04:55: da sind dann Samen drin von Gräsern und Blumen und Kräutern und die siedeln sich dann dort an dieser Stelle an und dann muss die Fläche im Nachhinein auch gepflegt werden entweder durch eine Maat, durch ein Landwirt wie es hier wahrscheinlich sein wird oder dann durch Beweidung mit Rindern und anderen
00:05:11: Tieren.".
00:05:12: Was hat das Aunrelier für einen Nutzen?
00:05:14: Wirtschaftlichen Nutzen hat man da in der Regel nicht direkt.
00:05:17: Es geht hier in aller Linie um Naturschutz, dass man eben diese seltenen Strukturen wiederherstellt oder auch selten- oder gefährdete Arten wieder herkommen.
00:05:28: Ich sehe das so ein bisschen als Leitbild an wie dann eine natürliche Struktur
00:05:31: herzustellen.".
00:05:32: Die Stadt unterstützt das Renaturierungsvorhaben des Regierungspräsidiums organisatorisch und fachlich – was heißt das genau?
00:05:38: Wir unterstützen das dahingehend, dass wir die Flächen zur Verfügung stellen.
00:05:43: Es sind alles städtische Flächen in Städtischem Eigentum.
00:05:46: Wir unterstützen wo wir können aber hier muss man auch ganz klar hervorheben, dass das Regierungspräsidium Freiburg mitgearbeitet hat, die auch maßgeblich Ressourcen eingebracht haben also Planungszeit und auch finanzielle Mittel.
00:05:59: Durch einen Flächentausch wurde das Renaturierungsprojekt überhaupt erst möglich.
00:06:03: Die Stadt hatte die Fläche, auf der nun gebaggert wird, zunächst verpachtet.
00:06:06: Im November im Jahr zweiundzwanzig bot das Landbaden Württemberg dem Pächter allerdings eine Ersatzfläche an, woraufhin dieser die verpachtete Fläche an die Stadt zurück gab.
00:06:15: Dadurch wurde der Weg für das Renatorierungsvorhaben frei.
00:06:18: Herr Faller – Das Regierungspräsidium hat angekündigt, die Entwicklungspflege in den ersten Jahren zu übernehmen.
00:06:24: Anschließend soll das Aunrelier von einem Landwirt bewirtschaftet werden!
00:06:28: Widerspricht das nicht im Renaturierungsgedanken?
00:06:31: Ja, zum Teil.
00:06:32: Aber das kann man auch so ausgestalten dass der Landwirt das mit gewissen Vorgaben bewirtschaftet also auf Flächen die gemäht werden.
00:06:39: da heißt es zb dass die Landwirte dann in der Regel nur ein bis zweimal im Jahr mähen dürfen.
00:06:44: Das kommt dann den Kräutern und Blumen zugute Und es darf zum Beispiel nicht gedüngt werden Und das sind zwei wichtige Faktoren.
00:06:51: Die zweivichtigsten wahrscheinlich, um schon wieder eine artenreiche Wiese herzustellen und es funktioniert auch sehr gut mit den Landwirten zusammen.
00:06:59: Das muss halt nur im Vorhinein vereinbart werden dass es keine intensive Wiese gibt die jetzt für vier Schnitte im Jahr zur Futtermittelproduktion hauptsächlich dient sondern wirklich dem Arten- und Naturschutz.
00:07:10: Herr Faller wir danken für das Gespräch.
00:07:13: Wenn ihr euch für das Renaturierungsprojekt im Sundheimer Grund interessiert, dann könnt ihr in den nächsten Tagen auf kehl.de mehr Infos zum Vorhaben lesen!
00:07:23: Bei der internationalen Küche der Gemeinwesenarbeit Kehl stehen regelmäßig Gerichte aus unterschiedlichen Kulturen auf dem Speiseplan.
00:07:30: Diesmal steht jedoch die regionale Frühlingsküche im Mittelpunkt.
00:07:33: Gemeinsam gekocht werden ein Spargelsalat mit Erdbeeren, eine Spargel Lasagne sowie einen Rhababa-Dissert.
00:07:39: Los geht es am Donnerstag, der Nachmittag, um die Zeit von der Hebelschule.
00:07:43: Die Teilnahme kostet fünf Euro und die Plätze sind begrenzt.
00:07:46: Anmeldungen nimmt Stefanie Studer per E-Mail an s.studer at stattminuskill.de oder telefonisch unter Null sieben acht fünf eins, acht acht zwei vier Null fünf entgegen.
00:07:59: Die Stadt ehrt am Freitag, May, mal wieder die erfolgreichsten Sportlerinnen und Sportler aus Käl und den Ortschaften.
00:08:05: Ausgezeichnet werden die Athletinnen und Athleten für ihre besonderen Leistungen im Kalenderjahr-Jahre, für Unterhaltung sorgt außerdem ein Begleitprogramm.
00:08:14: Los geht's um achtzehn Uhr in der Stadthalle!
00:08:16: Der Eintritt ist frei – jeder ist eingeladen.
00:08:20: Wenn ihr schon immer Lust hattet, unsere französische Nachbarstadt auf dem Fahrrad zu erkunden, habt ihr am Donnerstag-Achtundzwanzigsten Mai die Gelegenheit dazu.
00:08:28: Bei der grenzüberschreitenden Radtour führt euch unser Gästeführer entlang ungewohnter Radwege durch Straßburg.
00:08:33: Der Ausflug klingt gemütlich im Yachthafen Kehl aus, ein Getränk ist inklusive.
00:08:37: Start ist um fünfzehn Uhr vor der Tourist-Info.
00:08:40: Die Tour geht etwa drei Stunden, ist rund zwanzig bis fünfundzwanzig Kilometer lang und kostet achtzehn Euro neunzig.
00:08:46: Tickets gibt's auf kehl.de slash Kultur bei den Reservix Vorverkaufsstellen oder bei der Touristenfo.
00:08:53: Und zum Schluss danken wir euch wie immer fürs Zuhören und sagen bis zum nächsten Mal.
00:08:57: Wenn ihr Wünsche, Ideen oder Anregungen habt, schreibt uns einfach eine E-Mail an pressestelleetstadt-kill.de.
00:09:04: Wir freuen uns über Feedback!
00:09:05: Vorbeischauen beziehungsweise hören lohnt sich Sascha Nozolt der Infokast Kill.
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