Hitze und Trockenheit: Wie geht es unserem Wald?
Shownotes
Revierförster Markus Gutmann erzählt, wie es unserem
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00:00:05: Hallo und herzlich willkommen zum Killer Infocast.
00:00:25: Mein Name ist Sascha Nossol, ich fasse heute für euch die Lage in unserer Stadt zusammen.
00:00:29: Lasst uns direkt einsteigen!
00:00:34: Von der Kita über das Klärwerk oder den Betriebshof bis hin zum Rathaus.
00:00:38: Die beruflichen Möglichkeiten bei der Stadt könnten kaum unterschiedlicher sein.
00:00:42: Das zeigte sich auch am gestrigen Dienstag, ersten September als im Bürgersaal Achtzehn neue Nachwuchskräfte begrüßt wurden.
00:00:49: Sie alle haben eine Ausbildung ein Studium- oder ein Praktikum bei der Stadt begonnen!
00:00:53: Einige von ihnen kommen direkt von der Schule, andere wagen mit vierzig Jahren noch einmal einen beruflichen Neuanfang.
00:01:00: In ihrer Einführungswoche lernen sie nun die Stadtverwaltung, ihre neuen Arbeitsplätze und natürlich auch ihre Kolleginnen und Kollegen kennen.
00:01:07: Zusätzlich starten zwanzig Menschen in einem freiwilligen Dienst bei der Stadt!
00:01:11: Wenn ihr ebenfalls beruflich bei der Stadkill durchstarten wollt, schaut doch mal auf dem städtischen Stellenportal mein-check-in.de/.kill vorbei.
00:01:22: Die Corona-Pandemie ist vorbei, doch in den Kähler Jugendhäusern und Schulen sind ihre Folgen noch immer deutlich spürbar.
00:01:28: Manche Kinder meiden große Gruppen und volle Schulhöfe – andere vermissen sogar die Maske hinter der sie ihre Unsicherheit verstecken konnten!
00:01:35: Die Mitarbeitenden der städtischen Jugend- und Jugendsozialarbeit beobachten außerdem kürzere Aufmerksamkeitsspannen und weniger Selbstständigkeit.
00:01:43: Gleichzeitig fallen es vielen schwerer Konflikte selbst zu lösen, sich in andere hineinzuversetzen – während Gewalt häufig als normal angesehen werde.
00:01:52: Hoffnung macht ein gegenläufiger Trend.
00:01:54: Ausflüge in die Natur oder sogar Bücher kommen wieder richtig gut an!
00:01:58: Wenn ihr mehr zu den Eindrücken der Mitarbeitenden der städtischen Jugend- und Jugendsozialarbeit lesen möchtet, schaut gerne auf kehl.de vorbei!
00:02:07: Während der Ball in der Sommerpause ruht, herrscht auf den Sportplätzen in Kehl, Leutesheim und Neumühl Hochbetrieb – allerdings ganz ohne Fußballschuhe.
00:02:15: Denn derzeit werden in den beiden Ortschaften und im Kehler Rheinstadion die Sportplätze saniert.
00:02:19: In Leutesheim entsteht ein komplett neuer Naturasenplatz, außerdem wurde dort die Beregnungsanlage eines weiteren Platzes erneuert – auch der Naturrasen in Neumühl bekommt eine neue Bewässerung, weil die bisherige Anlage nicht mehr funktionierte.
00:02:33: Im Rheinstadion wird der zwanzig Jahre alte Belag des Kunstrasenplatzes ausgetauscht.
00:02:38: Insgesamt investiert die Stadt rund ¼ Millionen Euro in die Sanierungsprojekte!
00:02:43: Mehr dazu könnt ihr in Kürze auf kil.de nachlesen!
00:02:49: Das Bild könnte kaum kontrastreicher sein, Stämme mit aufgerissener Rinde, kale Äste und wo noch Laub hängt ist dieses Gelb-und-Welk – gleich daneben ein dichtes Blattkleid aus sattem Grün.
00:03:00: So stehen sich Bergarhorn und Eiche im Bodersweiherer Wald nach einem Hitzesommer gegenüber, in dem der Niederschlag seit April weitgehend ausgeblieben.
00:03:08: Weil wir wissen wollen, wie es unserem Wald geht sind wir heute mit Markus Gutmann vor Ort.
00:03:12: Als Revierförster kümmert er sich seit inzwischen gut zwanzig Jahren um den Kehler Wald.
00:03:18: Wir
00:03:21: sind hier in Bodersweiher in der glücklichen Situation, dass wir häufig gemischte Bestände haben mit Stielerchen und Heilenbohren.
00:03:28: Teilweise Arhörn, Spitzarhörner noch dabei Berghörne.
00:03:31: Und durch die Struktur durch das regelmäßige Durchforschen sind die Bestände also die Waldflächen leicht durchbroren.
00:03:38: sprich es stehen einzelne dicke Bäume und zwischen drin sind immer wieder kleine Lücken die auch das Wasser letztendlich auf den Boden fallen lassen.
00:03:46: Und dann haben wir noch teilweise Verjüngung drunter oder Sträucher, die letztendlich den Boden durchwurzeln und auch dafür sorgen dass das direkte Sonnenlicht nicht auf den Bodenscheinen kann was dann nicht so schnell zu einer Ausdruckung führt.
00:03:59: Von ihnen haben wir in früheren Gesprächen gelernt, dass für den Wald vor allem der Niederschlag im Winter besonders wichtig ist und die Bäume ihren Wasser bedarf zu achtzig Prozent daraus decken.
00:04:08: Ist der Wald also mit einem gut gefüllten Wasserreservoir in diesen Sommer gegangen?
00:04:12: Wir hatten dieses Jahr die glückliche Situation, dass es in den letzten beiden Jahren sehr ordentlich geregnet hat.
00:04:19: Letztes Jahr sogar die doppelte Niederschlagsmenge in der Vegetationszeit was dazu geführt hat das die Bäume mit einem vollen Akku in die Saison gestartet sind und auch der Boden sehr durchfeuchtet war so dass die Bäumen im Frühjahr und selbst noch im Sommer relativ gut miter Hitzeklage kommen sind.
00:04:37: und erst in den letzten vier Wochen also im August Ende Juli-August Die Hitzeperiode hat dann den Wald noch einmal ganz erheblich zugesetzt.
00:04:46: Diesen einen extremen Sommer konnte der Wald also noch ganz gut verkraften, was erwarten Sie sollte der nächste Sommer wieder so heiß werden?
00:04:53: Also wenn es jetzt nächstes Jahr nochmal so trocken wird und im Winter würde es nicht regnen oder am Frühjahr nicht, dann hätten wir vielleicht ähnliche Verhältnisse wie das zwei Tausend Achtzehneinzehn war.
00:05:04: da hatten wir auch zwei Jahre hintereinander trocken Stress und trocken Schäden.
00:05:08: Und da war es auch so, dass im zweiten Jahr dann deutlich mehr Bäume zu Schaden kamen und abgängig waren als das noch im ersten Jahr der Fall war.
00:05:16: Von daher hoffen wir, dass es über den Winter viel regnet und auch im Frühjahr damit die Schäde sich möglichst in Grenzen
00:05:23: halten.".
00:05:23: Wenn wir mal von den beiden vergangenen sehr nassen Jahren absehen, fallen die Niederschlagsmengen im durchschnittlichen Winter inzwischen geringer aus?
00:05:31: Also ich selbst bin jetzt zwanzig Jahre Förster für die Stadt Käl und habe da schon verschiedene Entwicklungen, insbesondere was Nester- und Trockenheit angeht.
00:05:39: Miterlebt.
00:05:40: in den ersten zehn, elf zwölf Jahren war es im Winter so, dass irgendwann im November, spätestens Anfang Dezember der Boden durchs Wasser gesettigt war, dass viele Flächen nicht mehr begehbar waren und auch die Gräben nahezu gefüllt waren mit Wasser.
00:05:56: Und das Wasser dann sogar bis in den Mai, Juni hinein auf der Waldfläche oder in den Senken stand.
00:06:02: Seit
00:06:17: Aber wie man hier im Bodersweihrer Wald sehen kann, spielt nicht nur der Niederschlag sondern offenbar auch der Lichteinfall eine wichtige Rolle im Wald.
00:06:24: An dieser Stelle an der wir zuvor standen ist es schön grün.
00:06:27: zwischen den großen Bäumen sind Glücken wo das Sonnenlicht bis auf den Boden durchdringt und das gilt dann natürlich für den Regen.
00:06:33: Jetzt befinden wir uns an einem hellen Bereich.
00:06:36: Die Sonne trifft großflächig auf, deutlich mehr Bäume sind
00:06:39: vertrocknet.".
00:07:09: Um uns die Bedeutung des Lichteinfalls zu verdeutlichen, wechselt Markus Gutmann mit uns erneut den Standort.
00:07:14: Wir gelangen zu einer Fläche auf der Bäume nachgepflanzt wurden.
00:07:17: Nachpflanzungen sind beispielsweise besonders hitzeempfindlich wie wir gelernt haben.
00:07:21: Der Förster hat uns ein Waldstück gezeigt wo vier von fünf gesetzten Bräumchen abgestorben.
00:07:26: Wir versuchen das natürlich möglich kleinflächig zu machen.
00:07:30: Hier ist eigentlich glaube ich ganz gut gelungen, man hat einzelne Ahren Naturfungskomplexe, einzelne Lücken die wir ausgepflanzt haben und die Besonnung auf den Randbereich weil es hier nicht so steigt dass es zu einer erheblichen Vitalität einbußen oder sogar zum Absterben führt hat.
00:07:46: Was macht den Unterschied?
00:07:47: warum wachsen die Bäumchen hier munter während die anderen nicht überlebt haben?
00:07:51: Also hier liegen wir bei einem Anwuchserfolg von nahezu neunzig Prozent oder drüber.
00:07:56: Hat aber den Grund, dass die Pflanzen im letzten Jahr gesetzt wurden.
00:07:59: wenn es halt fast von der Widerung Wachsen alle an, passt eben nicht.
00:08:02: Sterbe auch mit unter mal achtzig-neinzig Prozent ab und das ist aber auch ein Riesennachteil der Pflanzung.
00:08:08: Wir sagen der Natur in dem Jahr muss es passen wenn wir das über Naturfönch steuern Und mit leichten Lichtstellungen bieten mir der Natur möglichst lange Verjungszeiträume an zum sich ansamen die auch Mal zehn, zwanzig Jahre sein können oder sogar drüber hinaus.
00:08:23: Bei den Nachpflanzungen geht es auch darum den Bergahorn zurück zu drängen indem gezielt weitere Baumarten gesetzt werden richtet
00:08:30: Wir versuchen ja möglichst viel Mischwald nachzuziehen und es in einem kühlfeuchten Wald-Innenklima, das möglichst viele verschiedene Baumarten sich ansahmen.
00:08:39: Häufig ist es durchaus möglich dass vier fünf sechs Baumarten selbst sich verjüngen und dann ist auf den Flächen wichtig Jungbäume entsprechend wachsen können, das entsprechend gejagt wird.
00:08:51: Dann kommen wiederum Zeit versetzt die Forstwerte, die die verschiedenen Baumarten raus
00:08:55: pflegen.".
00:08:56: Das bedeutet
00:08:57: also dass Nachpflanzungen wenn sie denn schon sein müssen auf kleineren Flächen erfolgsversprechender sind?
00:09:02: Hier versuchen wir es mit möglichst kleinen Pflanzflächen, die die Besondung eben reduzieren.
00:09:07: Und hier haben wir tolle Erfolge erzählt indem wir die Schwarznuss gepflanzt haben.
00:09:11: Die sitzen jetzt zwei Jahre und im letzten Jahr war sie ja sehr feucht so dass die auch dieses Jahr sehr gut gewachsen sind.
00:09:18: Im Gegenzug dazu haben wir hier den Bergerhahn häufig in reiner Form.
00:09:23: Wie gesagt, da müssen wir versuchen, dass wir hier eine Mischung reinbekommen.
00:09:27: So das möglichst jeder zweite Baum eben ein anderer Baumart ist als der Berg auch.
00:09:31: Markus
00:09:32: Gutmann bedanken ihn für den interessanten Ausflug in den Wald!
00:09:35: Wenn ihr mehr darüber erfahren möchtet wie es dem Wald nach dem Hitze Sommer geht schaut auf kehl.de vorbei.
00:09:40: Dort und auf unserem Instagram-Kanal Schönes Kehl findet ihr zudem ein Video dazu.
00:09:48: Zum Abschluss des Kehler-Kultursommers wird es auf der Seebühne noch einmal richtig Energie geladen.
00:09:53: Die preisgekrönte Band Ticket to Happiness bringt am Samstag, September fünften, Folkrock mit kältischen und amerikanischen Einflüssen an den Alt rein.
00:10:01: Los geht das kostenlose Konzert um neunzehn Uhr dreißig!
00:10:04: Weil die Sitzmöglichkeiten vor der Seebühne begrenzt sind empfiehlt das Kulturbürot-Team, Klappstühle, Kissen oder Decken mitzubringen.
00:10:11: Picknickörbe und Getränke sind ebenfalls erlaubt.
00:10:14: Bei schlechtem Wetter wird der Auftritt in die Stadthalle verlegt.
00:10:16: – ob ist der Fatih am Konzertag ab zwölf Uhr telefonisch unter Null.
00:10:21: sieben acht fünf eins, acht acht eins drei mal die acht.
00:10:26: Wenn ihr Lust habt Spezialitäten und Besonderheiten aus der Region zu entdecken oder zu erwerben dann schaut am Samstag fünften September auf dem Marktplatz vorbei.
00:10:34: beim Mutter Kinzig-Markt werden von neun bis sechzehn Uhr Mal wieder regionale und hausgemachte Produkte feil geboten.
00:10:42: Die Kill Marketing lädt am Donnerstag zehnten September zu einer Gästeführung durch das Straßburger Viertel an Neustadt ein.
00:10:49: Nach dem Krieg-Achzehnhundertsiebzig-Einundsebzig ließ das deutsche Kaiserreich diesen völlig neuen Stadtteil entstehen, der Größe Macht und Eleganz verkörpern sollte.
00:10:57: Seit zwei Tausend Siebzehnt zählt das Viertell zum UNESCO Weltkulturerbe.
00:11:01: Die Führung startet um achtzehn Uhr an der Killer Touristinformation und dauert drei Stunden – wer möchte kann den Abend in einem elsesischen Restaurant ausklingen lassen?
00:11:09: Tickets gibt es bei der Touristinformation und bei allen Reservis-Vorverkaufsstellen.
00:11:18: Und zum Schluss?
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