141 Stadtbäume haben den Hitzesommer nicht überlebt

Shownotes

Hitze und Trockenheit haben den Bäumen im Stadtgebiet schwer zu schaffen gemacht. Die traurige Bilanz: 141 haben den Hitzesommer 2026 nicht überstanden und müssen gefällt werden. Darüber spricht der städtische Fachagrarwirt für Baumpflege, Kevin Lösch, im Interview.

Außerdem geht es in der Infocast-Folge um das Ende der Freibadsaison in Auenheim, ein Pilotprojekt um PFAS aus dem Trinkwasser zu filtern und das "Rheingeflüster"-Wochenende.

Gerne reinhören!

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00:00:05: Nächster

00:00:14: Halt, Kiel.

00:00:21: Hallo und herzlich willkommen zum Kieler Infocast!

00:00:24: Mein Name ist Sascha Nosol und ich fasse heute für euch die Lage in unserer Stadt zusammen.

00:00:28: Lasst uns direkt einsteigen.

00:00:32: In Auenheim ist am vergangenen Sonntag die Freibad-Saison zu Ende gegangen.

00:00:36: Bei den Besucherzahlen verzeichneten die technischen Dienste ein deutliches Plus, und das obwohl das Bad an weniger Tagen geöffnet hatte.

00:00:43: Vom fünfzehnten Mai bis dreizehnten September kamen rund dreiundsechzigtausend Badegäste nach Auenhaim.

00:00:49: Das sind etwa zehntausend mehr als zweitausendfünfundzwanzig.

00:00:52: Natürlich spielt beim Freibadbesuch das Wetter eine wichtige Rolle, während es im vergangenen Sommer viel regnete gab es in diesem Sommer Sonne satt.

00:00:59: Entsprechend waren die Besucher stärksten Tage auch jene mit der extremsten Hitze.

00:01:03: an den beiden Wochenenden, an denen das Thermometer Spitzen-Temperaturen von sieben und dreißig beziehungsweise einundvierzig Grad erreichte, erreichte dass Bart dann auch seine Besuchergrenze.

00:01:13: Der Umsatz durch den Verkauf von Tages-, Familien- und Saisonkarten konnte gegenüber dem Feuer umdrehen.

00:01:28: von rund um die Kela Beda-Landschaft findet ihr auf kehl.de.

00:01:33: Sie sind weltweit im Wasser nachweisbar, sind unsichtbar, haben keinen Geschmack und bergen gesundheitliche Risiken wie Krebs-, Leberschäden- und Immunschwäche.

00:01:42: Die Rede ist von PFAS – Chemikalien die sich in vielen Alltagsprodukten wie etwa wasserabweisender Kleidung, beschichteten Pfannenverpackungen oder Kosmetika befinden.

00:01:51: Das Problem diese synthetisch hergestellten Chemikalier reichern sich in der Umwelt in Böden, Gewässern und Nahrungsketten an und bauen sich kaum ab!

00:01:59: Deshalb werden sie auch Ewigkeitschemikalien genannt.

00:02:02: Obwohl sich Kählerinnen und Kählern keine Sorgen um die Qualität ihres Trinkwassers machen müssen, weil der Grenzwert für PFAS aktuell nicht überschritten wird, testen die technischen Dienste Kähle gemeinsam mit einem auf Wasseraufbereitung spezialisierten Unternehmen derzeit verschiedene PFAS-Filtertechniken.

00:02:18: In einem Pilotprojekt werden neben der bewährten Filterung mit Aktivkohle auch die Möglichkeiten einer Membranfiltertechnik getestet, damit die Kehler Trinkwasserversorgung und Qualität auch in Zukunft sichergestellt ist.

00:02:29: Wie diese Aufbereitungsverfahren genau funktionieren könnt ihr auf kehl.de nachlesen.

00:02:44: Dazu zieht die Stadt mehrere Wärmequellen in Betracht, darunter auch das Grundwasser.

00:02:48: Erkundungsbohringen und Pumpversuche sollen zeigen, ob sich das Grundwassereignet um beispielsweise eine Wärmepumpe damit zu betreiben.

00:02:55: Derzeit versorgen drei Gasheizungen – die Grundschule samt Merzweckhalle, das Handwerks-Museum mit angeschlossenem Wohnhaus sowie die ehemalige Grundschulle samt kleiner Sporthalle.

00:03:04: mit Wärmen.

00:03:05: Könnte hier auf Wärmepumptentechnik umgestellt werden, ließen sich dreißig Prozent der Betriebskosten sowie jährlich rund einhundertfünfzehn Tonnen klimaschädliches CO-Zwei einsparen.

00:03:14: Ob das klappt müssen die Ergebnisse der Pumpversuche im Rahmen einer Machbarkeitsstudie aber erst noch zeigen!

00:03:20: Mehr dazu auf kehl.de Beleuchtet!

00:03:24: Gerade einmal zwei Wochen ist es her, als wir euch berichten konnten dass der Kähler Wald mit Ausnahme der Bergahorne den Hitze-Sommer noch ganz gut überstanden hat.

00:03:33: Im Stadtgebiet stellt sich die Situation leider ganz anders dar.

00:03:45: Sängende Hitze und Trockenheit haben den meisten von ihnen in den Todesstoß versetzt.

00:03:49: Weil von den abgestorbenen Bäumen jederzeit Äste abrechen oder sie schlimmstenfalls umstürzen können, stellen Sie eine Gefahr dar und müssen abgesägt werden.

00:03:57: Die Stadt trägt hier eine hohe Verantwortung die im Juristendeutsch Verkehrssicherungspflicht heißt.

00:04:02: Wir sprechen heute mit Kevin Lösch fach agraviert für Baumpflege beim städtischen Betriebshof.

00:04:07: Kevin Lösche in ihrer Berufsbezeichnung steckt die Baumpflege.

00:04:10: was macht das mit Ihnen wenn Sie einhundert und vierzig Bäume fällen müssen?

00:04:14: Natürlich habe ich diesen Beruf gewählt, weil ich Bäume pflegen und erhalten möchte.

00:04:18: Jeder einzelne Baum den wir verlieren obwohl er eigentlich noch viele Jahre leben könnte tut natürlich weh.

00:04:23: Warum sind es in diesem Jahr so viele?

00:04:24: In der Stadt macht die Sommerhitze den Bäumen viel mehr zu schaffen als im Wald oder auf dem freien Feld.

00:04:29: Das hat mehrere Gründe.

00:04:30: Die Baumscheiben gerade von älteren Bäumen sind oft viel zu klein Die Wurzeln können sich nicht ausdehnen Und das Wasser nur ist direkter umgebung holen.

00:04:37: Anders als im Wild trocknen diese kleinen Baumquartiere viel schneller aus.

00:04:41: Wasserspeicher aus den regenreichen Feuer an kann sich hier nicht bilden.

00:04:45: Spielt

00:04:45: dabei auch die Versiegelung eine Rolle?

00:04:47: Ja klar, Straßenbelag und Hauswände strahlen die Sommerhitze zurück.

00:04:50: Und in den Straßenschluchten sind die meist alleinstehenden Bäume der sängenden Hitze schutzlos ausgeliefert.

00:04:55: Dabei war der Betriebshof doch sehr viel mit dem Gießfahrzeug unterwegs.

00:04:58: Ja klar!

00:04:59: Wöchentlich bringen wir mit unserer Gießtechnik bis zu dreihundertsechzigtausend Liter Wasser in unsere Anlagen.

00:05:05: Und trotzdem hat es nicht ausgereicht?

00:05:07: Nee bei Weitem hat's nicht aus gereicht.

00:05:08: Wir haben teilweise die Staudepäde zugunsten der Bäume vernachlässigt was uns einiges an Kritik aus der Bevölkerung eingebracht hat.

00:05:16: haben wir auch Jungbäume verloren.

00:05:18: Zwarzig kleine Bäume, die erst in den letzten Jahren vierundzwanzig, fünfundzwanzeig gepflanzt wurden sind abgestorben.

00:05:23: Sie haben die Phontosintese eingestellt und sind geradezu verhungert.

00:05:27: Welche Konsequenzen ziehen sie aus dieser traurigen Bilanz?

00:05:29: Kann die Stadt etwas tun?

00:05:31: Ja

00:05:31: wir tun seit Jahren viel!

00:05:32: Neue Bäume versuchen wir nur doch dort zu pflanzen wo wir größere Baumquartiere schaffen können zum Beispiel eben wie auf dem Marktplatz wo wir die beiden neuen Castanien geppflanzt haben.

00:05:40: Dort haben wir größeren Bäume gesetzt Die Baumscheiben eingezäunt mit Stauden gepflanst, die den Boden beschatten.

00:06:08: Das

00:06:11: hört sich sehr schlüssig an.

00:06:13: In diesem Herbst müssen sie noch einen Baum fällen, der zwar schon seit Jahren tot den Spaziergängerinnen und Gängern im Garten der zwei Ufer aber dennoch ans Herz gewachsen ist.

00:06:22: Den Baum stumpft mit den bunten Vogelhäuschen!

00:06:24: Wo liegt das Problem?

00:06:25: Die Vogelhäuschen, die nun vier, fünf Jahre Wind und Wetter ausgesetzt waren, fallen auseinander.

00:06:30: Teile stürzen zu Boden – schon das ist eine Gefahr für Menschen im Garten der zwei Ufer aufhalten.

00:06:35: Aber auch der Baumstumpf selber ist morsch so dass die Standsicherheit nicht mehr gegeben ist.

00:06:40: Sobald von einem Baum tot oder lebendig Gefahr ausgeht müssen wir tätig werden!

00:06:45: Die Aufgabe, die Ihnen am schwersten fällt, ist sicherlich wenn Bäume neu bauten weichen müssen.

00:06:49: Auf jeden Fall Einen gesunden Baum zu fällen, der womöglich noch viele Jahre leben könnte tut besonders weh.

00:06:54: Aber in manchen Fällen lässt es sich leider auch nicht vermeiden gerade wenn neu gebaut werden soll.

00:06:58: In diesem Winter fällen wir zum Beispiel den Kitasburg für die neue Kita drei große Bäume.

00:07:03: auf dem ehemaligen Freibadgelände in Kehl müssen für den Neubau fast vierzig Bäume gefällt werden.

00:07:07: Für das Rathaus Areal sind es sechs Bäume die den Verwaltungsneuber weichen müssen.

00:07:12: Kevin Lösch wird danken ihn für das Gespräch.

00:07:14: Wenn ihr mehr darüber wissen möchtet, wie Baumbestand und Grünflächen dem veränderten Klima angepasst werden, lest auf kehl.de nach!

00:07:24: Der Altrein verwandelt sich am Freitag und Samstagabend, also am achtzehnten und neunzehnten September wieder in einen ganz besonderen Ort.

00:07:31: Beim Reingeflüster, dem beliebten Kleinkunst- und Musikfestival können Besucherinnen und Besucher von neunzen bis zwanzig Uhr wieder zwischen Seebühne und Weisternenturm von einer Bühne zu anderen flanieren und sich von Schauspielern, Poeten, Musikern und Genleuren verzaubern lassen.

00:07:46: Die einzelnen Darbietungen wechseln sich ab so dass es immer wieder Neues zu entdecken gibt!

00:07:51: Ab Einbruch der Dunkelheit werden die Darbietungen umrahmt durch meterhohe Lichtskulturen, farbig angestrahlte Bäume und einem beleuchteten Weisternenturm.

00:08:00: Der Weg am Altrhein ist barrierefrei und für die ganze Familie auch mit Kinderwagen geeignet.

00:08:05: Speisen und Getränke werden an verschiedenen Ständen am Weisterne-Turm, am Rosengarten oder am Wasserband angeboten.

00:08:10: Gespielt wird bei jedem Wetter – der Eintritt ist frei!

00:08:13: Das detaillierte Programm kann auf ortenaukultur.de und auf kultur.kil.de heruntergeladen werden.

00:08:22: Und zum Schluss danken wir euch an dieser Stelle wie immer fürs Zuhören und sagen bis zum nächsten Mal.

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